Diagonal

Andrea Hanak, Berthold Reiß

14.03 – 24.04.2020

 

Diagonal postcard frontAnne Rößner, M 118, 2020

 

Opening: 14.03.2020, 7 – 9 pm

 

GiG Munich is excited to open 2020 with the two-person exhibition, “Diagonal,” featuring Andrea Hanak and Berthold Reiß. Both artists will be presenting new works on paper, a key component of their distinctive practices.

But the diagonal here is not a formal device, a compositional element linking the two different kinds of painting together. Instead, it refers to their shared approach to making. In their work they show how we can get lost in the process of making, caught between the two impulses that seem to drive our need to produce. On the one hand, this is a rational need to remake our world for the better, on the other, it is a vital, animalistic force seeking to attract. To stop thinking about making as a straightforward relation between the creator and his object, is to produce this kind of diagonal between the animal and the rational.

 

GiG Munich freut sich, das Jahr 2020 mit der Doppelausstellung Diagonal zu eröffnen, die auf Andrea Hanak und Berthold Reiß eine besondere Aufmerksamkeit richtet. Die Künstlerin und der Künstler zeigen neue Arbeiten auf Papier, denen eine Schlüsselfunktion im Hinblick auf ihre verschiedenen Praktiken zukommt. 

Die Diagonale ist hier nicht gemeint als eine Einzelform oder als Form der Komposition, die zwei Malweisen trotz ihrer Verschiedenheit verbindet. Der Titel bezieht sich vielmehr auf einen gemeinsamen Zugang zum Machen überhaupt. Hanak und Reiß zeigen in ihrer Arbeit, wie wir selbst uns verloren gehen können im Vorgang des Machens. Für die Dauer dieses Prozesses sind wir ergriffen von zwei Impulsen, die entgegengesetzt scheinen und scheinbar beide uns antreiben, wenn wir produktiv werden wollen. Zum einen handelt es sich um ein rationales Bedürfnis, das darauf abzielt, unsere Welt zum Besseren zu verändern. Zum anderen ist eine vitale, animalische Kraft wirksam, die vor allem attraktiv, anziehend wirkt. Sobald man aufhört, das Machen als direkte Beziehung zwischen dem Schöpfer oder der Schöpferin und ihrem Objekt zu denken, wird diese Art Diagonale sichtbar zwischen dem Animalischen und dem Rationalen. (translation: Bethold Reiß)